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REMAKE :: ROSEMARIE

Sie ist Deutschlands berühmteste Prostituierte: Rosemarie Nitribitt. Ein Name, der nach Sprengstoff klingt. Und tatsächlich provozierte er im Nachkriegsdeutschland der Fünfziger Jahre heftige Detonationen, die für einen Sprung in der rosafarbenen Wirtschaftswunderbrille sorgt. Die zahlreichen Presseberichte jener Zeit und auch die Spielfilmfigur haben den Rosemarie-Mythos begründet. Doch alle Filme über ihr Leben erzählen eine frei erfundene Geschichte. Die Ermittlungsakten zu dem Mordfall Rosemarie Nitribitt im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden wären das bessere Drehbuch gewesen.

«REMAKE :: ROSEMARIE» rollt den Fall noch einmal von vorne auf. Alle zehn Minuten betritt ein Zuschauer die szenische Installation und gelangt in das Labyrinth des Lebens von Rosemarie Nitribitt. Ihre Erinnerung ist in intimen Situationen eingefangen, hier verschieben sich die Grenzen von Traum und Wirklichkeit, Ursache und Wirkung.

Ausgehend von recherchiertem Material entwerfen Mikeska, Althoff und Kittstein ein subjektives und widersprüchliches Bild von Rosemarie Nitribitt, die am 1. November 1957 tot in ihrer Wohnung in Frankfurt am Main in der Stiftstraße 36 aufgefunden wurde. Der Mord konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.

Premiere 16. Dezember 2009

Schauspiel Frankfurt

Besetzung

Mit Esther Hausmann, Thomas Huber, Martin Rentzsch, Thomas Schmidt, Valery Tscheplanowa
und Yevgenia Korolov
Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Dramaturgie Alexandra Althoff
Raum Evi Wiedemann
Kostüme Almut Eppinger
Sounddesign Knut Jensen
Künstlerische Mitarbeit Andreas Regelsberger
Ton Joachim Schröder

REZENSIONEN

Ich bin die Nitribitt, Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau vom 18. Dezember 2009 (PDF)

Nitribitts schöner Schein, Esther Boldt, nachtkritik.de vom 17. Dezember 2009

Tontechnik für die szenische Installation REMAKE :: ROSEMARIE, Bühnentechnische Rundschau, Joachim Schröder, 2/2010

Gefördert im Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes.