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GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN

„Ich bin in wunderbar dunkler Verwirrung meiner Gedanken. Hören Sie den Sturm, der wird schön um mich pfeifen.“ So lautet die einzige Nachricht von Goethe, als er sich Ende November, zwei Jahre nach seiner Ankunft in Weimar, heimlich davon stiehlt. Was sucht er? Und was will er hinter sich lassen? Goethe reist unter falschem Namen und behauptet, Schwester und Schwager besuchen zu wollen. Die Vorgeschichte für Goethes einsame Reise durch die Winterstürme beginnt im Sommer zuvor, als ihn die Nachricht vom Tod seiner Schwester Cornelia erreicht. Goethe ist wie betäubt. Er war überzeugt, dass sie sich für den falschen Ehemann entschieden hatte, es gab überhaupt keinen richtigen Mann für sie, außer den Bruder. Seit seinem letzten Besuch vor zwei Jahren hat er ihr nicht geschrieben, obwohl Cornelia nichts sehnlicher wünschte, als von dem geliebten Bruder zu hören. Sie legte sich ins Bett, zog die Vorhänge zu und stand kaum mehr auf. Cornelias Tod bringt Goethe völlig aus dem Gleichgewicht. Dann ereilt ihn ein anderer Hilferuf – von einem Fremden – und er macht sich heimlich auf den Weg.

Mikeska, Althoff und Kittstein entwickeln  „Goethe :: Von Verschwinden“ für das historische Schießhaus Weimar. Der Zuschauer betritt dort alleine eine Installation, in der er den Schauspielern sehr nahe kommt und Teil von Goethes Geschichte wird. Schon bald wird fraglich, ob es überhaupt eine klare Grenze gibt zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen dem Zuschauer und der beobachteten Figur.

Premiere 25. August 2016
Schiesshaus Weimar

Besetzung

Mit Hanna Binder, Sebastian Kowski, Simone Müller, Nora Quest

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Dramaturgie Alexandra Althoff, Verena Elisabet Eitel
Bühne Friederike Meisel
Kostüme Hannah Petersen
Sounddesign Knut Jensen
Choreografie Begleitpersonen Neele Ruckdeschel
Begleitpersonen Djuna Delker, Kirsten Dornbusch, Liselotte Illig, Kirsten Heyerhoff, Neele Ruckdeschel
Ton Thomas Fischer
Produktionsleitung Jana Herkner

Rezensionen

Ins Finstere!, Bernd Noack, Theater heute 10/2016

Mit jungen Frauenzimmern umgehn, Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 29. August 2016

Abschied vom Ich, Sascha Westphal, nachtkritik.de, 26. August 2016

Ein echtes Highlight für das Kunstfest, Michael Laages, DLF, 26. August 2016 (mp3)

Als spielten sie nur für dich, Michael Helbing, Thüringer Allgemeine, 26. August 2016

Audio / Video

Video-Trailer (2 min)
Video Langfassung (53 min)

Probenbesuch von Christoph Leibold (BR), DeutschlandRadioKultur vom 20. August 2016

Christoph Leibold im Gespräch mit Alexandra Althoff, Lothar Kittstein und Bernhard Mikeska, Festspielcafé Bayern 2 vom 21. August 2016

Eine Produktion von Verein für Raum und Zeit e.V., Kunstfest Weimar und Deutsches Nationaltheater Weimar.

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.

"... diese Intimität kann man weitertragen, auch wenn das Kunstfest vorbei ist, Goethe und Schiller wieder in eherner Unnahbarkeit vor dem Nationaltheater stehen werden und die Kunst in Weimar wieder aufgeräumt dort stattfindet, wo sie hingehört, damit sie nicht stört."

Egbert Tholl, Süddeutsche Zeitung, 29. August 2016