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Camera Obscura :: LENZ

Lenz ist in einer verzweifelten Lage. Seine Heimat hat er verlassen, sie ist ihm zu einer abstoßenden Fratze erstarrt. Der Liebeskummer ist sein ständiger Begleiter, doch dahinter stecken viele Schmerzen. Sein Vater, ein religiöser Fanatiker, hat jeden Kontakt zu ihm abgebrochen. Einen »Bettler« nennt sich der junge Dichter, hinter dem Arbeitslosigkeit, Hunger und Entbehrung liegen. Mit seinem Schreiben läuft er gegen die Gesellschaft Sturm. Lenz weiß nicht, wohin. Da bietet sich eine Zuflucht: Weimar. Hier lebt seit kurzem sein enger Freund Goethe, hier erhofft Lenz sich Anerkennung und Sicherheit.

Die neue Existenz erscheint ihm zunächst »halb wie ein angenehmer Traum«. Doch während Goethe in Weimar an Einfluss gewinnt, bleibt für Lenz in einer der kultiviertesten Gesellschaften Europas lediglich der Platz des unkonventionellen Spaßvogels. Wenige Monate nach seiner Ankunft wird er überraschend des Landes verwiesen. Goethe hat ihn fallengelassen. Lenz sieht sich »ausgestoßen aus dem Himmel als ein Landläuffer, Rebell« – und ahnt nicht, wie sehr das die Vision seiner eigenen, heimatlosen Zukunft ist.

Nach der vielbeachteten Arbeit »GOETHE :: VOM VERSCHWINDEN« für das Kunstfest 2016 entwickelt das Trio RAUM+ZEIT nun eine Inszenierung über den genialen, tragischen Antipoden des Weimarer Dichterfürsten. Ein Zimmer im legendären Hotel Elephant wird vor der Kulisse der Stadt Weimar zum zentralen Spielort für ein multimediales, intimes Schauspielertheater.

Lenz‘ Suche nach Sicherheit und seine Verstoßung aus Weimar werden zum Ausgangspunkt für existenzielle Fragen nach dem Ich und der Unbehaustheit in der Welt.

Premiere 19. August 2017

Kunstfest Weimar / Hotel Elephant

Vorstellungen
20. /22. /23. /25. /26. /27. /29. /30. August 2017
01. /02. /08. /09. September 2017

Einlass alle sieben Minuten zwischen 18:00 und 22:00 für jeweils einen Zuschauer, Dauer ca. 60 min
Start im Park an der Ilm, Stern

Dem Wetter entsprechend Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen, nach Sonnenuntergang liegen Taschenlampen für einen kurzen Weg durch den Ilmpark bereit.

Besetzung

Mit Sophie Hutter, Thomas Kramer

Regie Bernhard Mikeska
Text Lothar Kittstein
Dramaturgie Alexandra Althoff
Raum und Kostüm Hannah Petersen
Sounddesign Julia Krause
Videodesign Nicolai Hildebrandt
Lichtdesign Marie Zahir
Produktionsleitung Jana Herkner
Produktion Verein für Raum und Zeit e.V., Kunstfest Weimar, Deutsches Nationaltheater Weimar in Koproduktion mit Theaterhaus Jena

 

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Hotel Elephant, a Luxury Collection Hotel, Weimar, die Klassikstiftung Weimar und GPTaudio GmbH, Massen